Der Kreisverband der Arbeitsgemeinschaft Christlich Demokratischer Lehrerinnen und Lehrer (ACDL) Wiesbaden plädiert nachdrücklich für eine kommunale Bildungspolitik, die sich die christlich-demokratischen bildungspolitischen Prämissen zur Grundlage macht: Werteorientierung, Wahlfreiheit und Chancengerechtigkeit. Die ACDL ist sehr erfreut darüber, dass ihre bildungspolitischen Anträge und Zielsetzungen zur Kommunalwahl Aufnahme in das Wahlprogramm der CDU-Wiesbaden gefunden haben.

Konkret ist dies zunächst der Einsatz für ein differenziertes Schulsystem im Rahmen der Schulentwicklungsplanung der Landeshauptstadt, das qualitätsorientiert fortzuentwickeln ist. Hierzu gehört die Bereitstellung und gleichwertige Förderung aller Schulformen in Wiesbaden und der Bau eines zusätzlichen Gymnasiums für die AKK-Stadtteile in Kastel und bei Bedarf für ein weiteres im Wiesbadener Osten. Die ACDL-Wiesbaden spricht sich nachdrücklich für die Bereitstellung ausreichender Gymnasialplätze in der Landeshauptstadt aus. „Wenn die Übergangsquoten von den Grundschulen auf das Gymnasium inzwischen tatsächlich ca. 50% des Jahrgangs 4 umfassen, muss die Stadt natürlich handeln und als Schulträger ausreichend Kapazitäten bereitstellen“, äußert Claus Müller, Vorsitzender des Kreisverbandes. So sieht das auch der ganze Kreisvorstand. „Wenn wir die Wahlfreiheit der Eltern und ein vielfältiges Schulsystem weiterhin wirklich wollen, und dazu gibt es keine Alternative, dann müssen die Verantwortlichen entscheiden und den Eltern ein differenziertes Schulangebot unterbreiten“ erläutert Claus Müller weiter. „Die ACDL steht zum differenzierten und durchlässigen Schulsystem, hier ist die optimale individuelle Förderung der Schülerinnen und Schüler am Einfachsten umzusetzen“, verdeutlicht die stellvertretende Landesvorsitzende Kerstin Hagenkötter (Wiesbaden) die Grundüberzeugung der ACDL. Es gilt, im Interesse der Schülerinnen und Schüler, individuelle Förderung zu praktizieren, damit diese sich optimal entfalten können. In diesem System haben auch alle anderen Schulformen ihren berechtigten Platz, die ACDL unterstützt nachdrücklich die gute pädagogische Arbeit der Lehrkräfte aller Schulformen. Dieser kommt eine hohe Wertschätzung zu. Die Entscheidung für die potentiell zwei neuen Gymnasien ist keine Entscheidung gegen diese bzw. bestehende weitere Schulformen. Der sozialistischen Idee der Zwangseinheitsschule für alle ist aber deutlich entgegenzutreten.

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Steffen Lippert

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